Erfolgreich Zertifizierung des Rettungsdienst DRK Cloppenburg im Dezember 2009,
durch die Thomas Behra Unternehmensberatung


Zertifikat bescheinigt Rotem Kreuz hohe Qualität


RETTUNG Cloppenburger im DRK-Landesverband Vorreiter im Qualitätsmanagement



                              
DRK-Kreisvorsitzender Rudi Bley präsentiert das Zertifikat. Die Betriebsabläufe sollen noch effektiver werden.

CLOPPENBURG - „Wir haben das große Ziel der Zertifizierung erreicht“, freute sich der DRK-Kreisvorsitzende Rudi Bley jetzt während einer kleinen Feierstunde in der DRK-Geschäftsstelle in Cloppenburg. Damit ist der DRK-Kreisverband der erste im Landesverband Oldenburg, der erfolgreich ein Qualitätsmanagement durchgeführt hat. Durch die Zertifizierung werden die Betriebsabläufe effektiver und wirtschaftlicher gestaltet.
Gute Zusammenarbeit Der Kreisvorsitzende lobte die aktive Unterstützung durch die Mitarbeiter. „Nutznießer dieser Zertifizierung ist die ganze Bevölkerung“, betonte Bley. Neben dem hauptamtlichen Rettungsdienst mit seinen vier Wachen in Barßel, Cloppenburg, Friesoythe und Löningen, gebühre den ehrenamtlichen Mitarbeitern besonderer Dank. Gerade im Bereich des Katastrophenschutzes würde es ohne das Ehrenamt nicht gehen, sagte Bley. Geschäftsführer Michael Pahl lobte die enge Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Katastrophenschutz – er sprach von einer „Wahnsinnsleistung“. Neben der normalen Arbeit hätten sich die Mitarbeiter zusätzlich engagiert, eingesetzt und schulen lassen. Mit besonderem Stolz verwies Pahl auf die Mitarbeiter, die die Zertifizierung auch praktisch umsetzen: „Jetzt können wir den Patienten schnell und kompetent helfen.“ Für Landrat Hans Eveslage ist die Zertifizierung auch eine Anerkennung für die guten Leistungen an den Menschen im Landkreis Cloppenburg. „Der DRK-Kreisverband ist ein guter und verlässlicher Partner des Landkreises Cloppenburg seit vielen Jahren und soll es auch Zukunft bleiben“, so der Landrat. Jährlich gibt es rund 16 000 Einsätze des DRK, die sich in 5500 Krankentransporte, 7500 Notfallrettungen und 3000 Notarzteinsätze aufteilen. 45 hauptamtliche Mitarbeiter, 15 junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr, zehn Auszubildende und fast 600 ehrenamtliche Kräfte in 13 DRK-Bereitschaften stellen den Rettungsdienst und die Katastrophenhilfe im Landkreis Cloppenburg.
Quelle NWZ






Qualitätsmanagement im DRK-Rettungsdienst

Seminar-Angebot der DRK-Rettungsschule Niedersachsen zur effektiven Erarbeitung
und Implementierung eines QM-Systems in Rettungsdiensten

Die Aufgabe
Zunehmend mehr Rettungsdienstträger in Niedersachsen erwarten von Leistungserbringern, dass sie ein Zertifikat für die Einführung eines Qualitätsmanagemensystems nach der DIN EN ISO 9001:2000 nachweisen können.
Darüber hinaus sind auch viele andere ‚Kunden’ von Rettungsdiensten, z. B. Krankenhäuser oder Arztpraxen daran interessiert, insbesondere wenn sie selbst ein QM-System eingeführt haben. Schon aus diesen Gründen ist die Einführung eines QM-Systems sinnvoll oder einfach notwendig.

Aber auch aus eigenem Interesse sollten Rettungsdienste darüber nachdenken, ein derartiges System einzuführen. Unabhängig von den vielleicht anfangs nicht sofort erkennbaren betriebswirtschaftlich positiven Effekten, trägt ein QM-System zur Transparenz betrieblicher Abläufe und somit auch zum Erkennen sinnvoller oder notwendiger Verfahrensänderungen bei.

Ein wesentlicher Aspekt ist in diesem Zusammenhang die intensive Beteiligung aller für die jeweiligen Verfahren zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind gerade diejenigen, die die Abläufe nicht nur kennen, sondern auch tagtäglich praktizieren müssen. Die Beteiligung aller MitarbeiterInnen beugt auch einem möglichen weiteren Problem vor, der z.T. empfundenen Befürchtung, durch ein eingeführtes QM-System bevormundet, gegängelt und / oder ‚überwacht’ zu werden.



Zertifikatsübergabe beim DRK KV Hameln-Pyrmont e. V


Praktisch stellen sich bei der Entwicklung und Einführung eines QM-Systems gleich mehrere Fragen, z. B.: 1. Wer macht es? 2. Wie wird es organisiert? 3. Wie viel Zeit wird benötigt? 4. Wie arbeitet man möglichst effektiv?
Diese Fragen lassen sich nicht einfach und generell beantworten. Dies geht vor allem auch deswegen nicht, weil die jeweils unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen sind. Bei der Einführung eines QM-Systems gilt, dass der eigene Betrieb nicht dem QM-System ‚untergeordnet’, sondern damit möglichst präzise ‚abgebildet’ werden soll!
Der Weg
Allgemein (und aus Erfahrungen) lassen sich zu den o.a. Fragen die folgenden grundsätzlichen Feststellungen treffen:
  1. Alle müssen beteiligt werden! Dies gilt sowohl für ‚einfache’ MitarbeiterInnen, als auch für die Geschäftsleitung. Ohne ein aktives Mitwirken der Leitung lässt sich ein QM-System nicht erfolgreich einführen!
  2. Die Entwicklung und Einführung eines QM-Systems ist eine wichtige und zusätzliche Arbeit! Ein QM-System kann nicht ‚nebenbei’ implementiert werden. Dies bedeutet, dass notwendige Zeit- und Personalressourcen rechtzeitig geplant und definitiv zur Verfügung gestellt werden müssen. Es ist äußerst sinnvoll, die für die Entwicklung und Einführung notwendigen Arbeiten in der Form eines Projektes zu planen, organisieren und zu realisieren. Dieses Projekt sollte von einem/r entsprechend qualifizierten Mitarbeiter/-in (Qualitätsmanagementbeauftragte/r) geleitet werden. Die vorherige Qualifizierung ist ein wesentlicher Garant für einen Erfolg, da die Umsetzung der Vorschriften aus der Norm DIN EN ISO 9001:2000 ein spezielles Wissen voraussetzt.
  3. Der Zeitbedarf für die Einführung eines QM-Systems kann nicht ‚allgemein’ festgelegt werden. Auch hier kommt es auf die besonderen Gegebenheiten vor Ort an. Allgemein ist jedoch (aus Erfahrung) festzustellen, dass im Zweifelsfall mehr Zeit erforderlich ist, als anfangs vermutet wird! Auch aus diesem Grund sollten für die einzelnen Aufgaben Bearbeitungszeiträume geplant und möglichst diszipliniert eingehalten werden. Hierfür ist auch entscheidend, dass die Mitarbeiter/-innen, die für die Bearbeitung einzelner Aufgaben aus der Norm zuständig sind, rechtzeitig ‚frei‘ geplant werden, damit es nicht zu Störungen in den betrieblichen Abläufen kommt. Grundsätzlich gilt: Eine frühe und gründliche Planung des Projektes erspart (am Ende) Zeit!




Zertifikatsübergabe beim DRK Kreisverband Peine e. V.


4. Allein die bereits beschriebenen Aspekte lassen erahnen, wie komplex die Aufgabe der Entwicklung und Einführung eines QM-Systems ist. Hierzu gesellt sich noch das Problem, dass die zu Grunde liegende Norm DIN EN ISO 9001:2000 keineswegs ‚selbst erklärend’ ist. Diese Norm lässt, obwohl sie bereits entsprechend überarbeitet wurde, ihren ursprünglichen Geltungsbereich, das produzierende Gewerbe, z.T. immer noch erkennen.Deshalb ist es sehr wichtig, dass vor dem Start eines Projektes zur Implementierung eines QM-Systems mindestens ein/e Mitarbeiter/-in gründlich qualifiziert wird. Darüber hinaus ist die Unterstützung bei der Einführung eines QM-Systems durch Fachleute (‚coaching’), die sich auch im Bereich Rettungsdienst auskennen, äußerst hilfreich und am Ende auch zeit- (und evtl. auch kosten-) sparend!
Diese Erkenntnisse und Nachfragen aus einigen DRK Rettungsdiensten haben die DRK Rettungsschule Niedersachsen dazu bewegt, zusammen mit dem Fachausschuss „Rettungsdienst“ des DRK-LV Niedersachsen und der BEHRA-Unternehmensberatung, Schiffdorf, ein entsprechendes Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramm in der Form einer Seminarreihe für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsdienste zu entwickeln, die die Einführung eines QM-Systems in ihren Betrieben planen und organisieren wollen. Diese Seminarreihe beinhaltet zunächst eine grundlegende Ausbildung zum/r Qualitätsmanagement-Beauftragten im Rettungsdienst . In diesem ersten Modul, dass wochenweise in drei Blöcken stattfindet, werden vor allem die Inhalte der Normen DIN EN ISO 9001:2000 und 9004:2000 gründlich und ausführlich bearbeitet. Als zweites Modul schließen sich die Workshops an. Die Workshop-Reihe besteht aus 8 Tagesveranstaltungen. In diesen Workshops erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer praktische Hinweise und Anleitungen zur Erarbeitung eines QM-Systems. Das dritte Modul ist ein dreitägiges Blockseminar zur Qualifikation Interner Auditor im DRK-Rettungsdienst. In diesem Seminar werden die Voraussetzungen für die Durchführung interner Audits vermittelt. Parallel zu dieser Seminarreihe können individuelle Beratungstermine oder auch eine Handbuchprüfung mit der Unternehmensberatung Behra vereinbart werden. Das Ziel
Das Ziel dieses Gesamtkonzeptes besteht darin, neben der Qualifizierung der einzelnen Personen auch den Prozess der Einführung eines QM-Systems in den jeweiligen Rettungsdiensten aktiv zu unterstützen. Hierzu dienen vor allem auch die angebotenen ‚Workshops’, in denen nicht nur aktuelle praktische Fragen zur Umsetzung der Forderungen aus der Norm DIN EN ISO 9001:2000 erörtert werden, sondern auch ein reger Informationsaustausch zwischen den am Prozess der Implementierung von QM-Systemen in den einzelnen Rettungsdiensten beteiligten Personen entsteht. Hierdurch lassen sich Problemlösungen oft schnell und praxisnah erarbeiten. Das Fazit
Die Entwicklung und Einführung eines QM-Systems in einem Rettungsdienst ist keine ‚unlösbare’ Aufgabe. Sie ist anspruchvoll und erfordert auch Zeit. Von wesentlicher Bedeutung für den Erfolg sind vor allem zwei Faktoren: 1. qualifizierte Qualitätsmanagement-Beauftragte und 2. eine gründliche Planung des gesamten Prozesses / Projektes. Die Rettungsschule Niedersachsen bietet hierfür Lösungen an, die in der Form von Seminaren, Workshops und begleitenden Maßnahmen auch in der Vergangenheit schon dazu beigetragen haben, dass einige Rettungsdienste in Niedersachsen (so wie die Rettungsschule selbst) ihre Zertifizierung für die erfolgreiche Einführung eines QM-Sytems nach der DIN EN ISO 9001:2000 bereits erhalten haben.

Im Jahr 2004 wurden folgende Rettungsdienste / Betriebe zertifiziert:
• DRK Gesellschaft für soziale Einrichtungen mbH Hildesheim-Marienburg
• DRK KV Peine
• DRK Rettungsschule Niedersachsen in Goslar
Im Jahr 2005 wurden bereits folgende Rettungsdienste zertifiziert:
• DRK KV Gifhorn
• DRK KV Nienburg
• DRK im Landkreis Schaumburg
• DRK KV Hameln-Pyrmont
• DRK KV Wolfenbüttel
• RD Landkreis Aurich
Außerdem ist eine Zertifizierung für folgende Rettungsdienste geplant:
• DRK RD Leer gGmbH
• DRK KV Harburg-Land
• DRK KV Grafschaft Bentheim
• DRK KVCuxhaven /Hadeln gGmbH
Für das Jahr 2006 erwarten die Rettungsdienste:
• DRK KV Lingen
• DRK KV Meppen
• DRK KV Aschendorf-Hümmling eine Zertifizierung.


Zertifikatsübergabe bei der DRK-Rettungsschule Niedersachsen


DRK-Rettungsdienst erlangt Zertifizierung



(v.l.: Johannes Giesen - Fa. Moody Q-Zert, Thomas Beckmann - QMB, Dr. Peter Kalbe - Vorsitzender)
 
Am 06.07.2005 wurde dem DRK Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Schaumburg e.V. im Rahmen einer kleinen Feierstunde das Zertifikat zum Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2000 verliehen. In umfangreicher Vorbereitungsarbeit während der letzten Monate haben die Mitarbeiter zusammen mit dem Qualitätsmanagement-Beauftragten Thomas Beckmann und den Geschäftsführern Hans-Joachim Werhahn und Bernd Gerberding sowie dem Unternehmensberater Thomas Behra innerbetriebliche Arbeitsabläufe analysiert und optimiert. Alle Vorgänge sind in einem Qualitätsmamagement-Handbuch dokumentiert, sodass eine Transparenz der Arbeitsabläufe für Mitarbeiter und Kunden ermöglicht werden konnte. Damit soll erreicht werden, dass alle Mitarbeiter nicht nur auf einem hohen Leistungsniveau arbeiten, sondern obendrein auch durch optimale Arbeitsabläufe Kosten gespart werden können. Das Qualitätsmanagement-System unterliegt einem immer fortwährenden, kontinuierlichen Verbesserungsprozess, um jederzeit an die Bedürfnisse der Kunden und Mitarbeiter optimal angepasst zu sein. Landrat Schöttelndreier lobte die Einführung des Qualitätsmanagement-Systems in seinem Grußwort und berichtete von ähnlichen Systemen in Verwaltung und Krankenhäusern. Nur dadurch, so Schöttelndreier, ist es möglich, dem steigenden Kostendruck standzuhalten und, wie hier im Rettungsdienst, unter dem Landesdurchschnitt der Kosten pro Rettungseinsatz operieren zu können. Der Vorsitzende des DRK-Rettungsdienst e.V., Dr. Peter Kalbe, bedankte sich bei Mitarbeitern, dem QM-Beauftragten und den Geschäftsführern für die geleistete Arbeit und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, weiterhin eng, vertrauensvoll und damit erfolgreich mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um den Patienten des Rettungsdienstes die bestmögliche Versorgung und Betreuung zu gewährleisten.

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